Matthew Boyle ist Emerson- und Grace-Wineland-Pugh-Professor am Fachbereich Philosophie der University of Chicago. Er beschäftigt sich mit Themen der Philosophie des Geistes, insbesondere mit Selbsterkenntnis, dem Wesen der Rationalität und einigen Fragen zur Rolle der Rationalität in Wahrnehmung und Handeln. Darüber hinaus schreibt er zu Themen der Philosophiegeschichte, wobei sein Schwerpunkt auf den Werken von Immanuel Kant und Jean-Paul Sartre liegt.
Prof. Matthew Boyle
Senior Fellow
Zeitraum: Januar - Juli 2026
Forschungsprojekt: Ein anderes Selbst: Studien zur Intersubjektivität
Email: mbboyle@uchicago.edu
WebsiteForschungsprojekt
Ein anderes Selbst: Studien zur Intersubjektivität
Unsere menschliche Fähigkeit, andere denkende Wesen wie uns selbst zu verstehen und mit ihnen zu interagieren. Das Thema befasst sich mit dem klassischen „Problem anderer Köpfe“, aber auch mit relevanten Arbeiten der empirischen Psychologie, mit phänomenologischen Arbeiten zur Struktur und Bedeutung des intersubjektiven Bewusstseins und mit Arbeiten der deutschen idealistischen Tradition über den notwendigen Zusammenhang zwischen Selbstbewusstsein und gegenseitiger Anerkennung.Ein zentrales Ziel ist es, Sartres „ontologische These“ über das intersubjektive Bewusstsein zu verstehen: „Meine Beziehung zu Anderen ist zunächst und fundamental eine Beziehung von Sein zu Sein, nicht von Erkenntnis zu Erkenntnis“
Ausgewählte Publikationen
Monografie
Transparency and Reflection. A Study of Self-Knowledge and the Nature of Mind (New York: Oxford, 2024).
Artikel
“Anger, Intentionality, and the View from Within: Sartrean Reflections”. In Analytical Existentialism, ed. Berislav Marusic and Mark Schroeder (New York: Oxford, 2024).
“Ethics and the First Person Perspective.” Proceedings of the Aristotelian Society, 123:3 (2023), 253-274.