Markus promovierte 2024 an der Universität Bochum, wo er bis 2025 eine Stelle am Hegel-Archiv innehatte. Seine aktuelle Forschung konzentriert sich auf die soziale Abhängigkeit der imaginativen Dimension des menschlichen Lebens. Er ist geschäftsführender Herausgeber der Hegel-Studien und hat zu Themen wie Hegel, Ideologietheorien und Kritische Theorie veröffentlicht.
Dr. Markus Gante
Zeitraum: Oktober 25 – März 26
Forschungsprojekt: Die Sozialität der Einbildungskraft
Email: Markus.gante@rub.de
WebsiteForschungsprojekt
Die Sozialität der Einbildungskraft
Meine Forschungsschwerpunkte sind die Verbindungen zwischen historischen Positionen (Kant, Hegel) und zeitgenössischer Sozialphilosophie.
Derzeit arbeite ich an einem sozialphilosophischen Verständnis der imaginativen Dimension des menschlichen Lebens. Während Imagination klassischerweise als individuelle Fähigkeit verstanden wurde, wächst das Interesse daran, sogenannte soziale Imaginationen als gemeinsames Hintergrundverständnis innerhalb von Gesellschaften zu konzeptualisieren. Mein aktuelles Forschungsprojekt untersucht den Zusammenhang zwischen der Vorstellungskraft als individueller Fähigkeit und ihrer sozialen Dimension, indem es sie als integralen Bestandteil der Ordnung von Erfahrungen versteht. Dazu bringe ich klassische Theorien (Kant, Hegel) in einen Dialog mit zeitgenössischen Konzepten sozialer Imaginationen und bedeutungsbasierter Systeme (Castoriadis, Taylor, Luhmann).
Ausgewählte Publikationen
Artikel
„Spirit as a Riddle to Itself. Symbolic Art and the Deep History of Freedom“, in: Hegel Bulletin 46:1 (2023), 25–46.
„From False Consciousness to Functional Necessities. Rethinking Ideology Critique“, in: European Journal of Social Theory 28:2 (2025), 282–298.
Monografie
Das Wissen der Freiheit. Hegels Theorie des absoluten Geistes (Hamburg: Meiner, forthcoming).