Alexander Drusda

Alexander Drusda

JIGES Doctoral Fellow

Zeitraum: April - Juli 2026

Forschungsprojekt: Logik und Freiheit in Hegels Philosophie des Rechts

Email: alex.drusda@mail.utoronto.ca

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Alex Drusda ist Doktorand an der Philosophischen Fakultät der Universität Toronto. Sein Forschungsschwerpunkt liegt an der Schnittstelle zwischen der Philosophie des 19. Jahrhunderts und der Sozial- und Politischen Philosophie. In seiner Dissertation untersucht er die genaue Rolle der logischen Methode in Hegels Grundlinien der Philosophie des Rechts. Zudem beschäftigt er sich mit der politischen Philosophie und Ökonomie des Deutschen Idealismus sowie der Rezeption hegelscher Konzepte wie der „Dialektik“ im posthegelianischen Denken.

Forschungsprojekt

Logik und Freiheit in Hegels Philosophie des Rechts

Meine Dissertation „Logik und Freiheit in Hegels Rechtsphilosophie“ verdeutlicht die Bedeutung der logischen Methode für die Entwicklung der praktischen und politischen Philosophie Hegels. Praktisch jeder Kommentator der Rechtsphilosophie erkennt Hegels Forderung an, dass die logische Methode „vorausgesetzt“ wird. Dennoch gibt es erhebliche Meinungsverschiedenheiten darüber, worauf diese Voraussetzung hinausläuft und wie sie sich auf den Erfolg von Hegels Projekt im Allgemeinen auswirkt. Systematische“ Hegel-Leser bestehen ebenso wie Hegel selbst darauf, dass Hegels logisch-metaphysische Verpflichtungen (wie sie in der Wissenschaft der Logik ausgearbeitet sind) erforderlich sind, um zu den eigentlichen Argumenten zu gelangen, die Hegel in der Philosophie des Rechts vorbringt. Im Gegensatz dazu argumentieren die so genannten „nicht-systematischen“ Leser, die Hegels Metaphysik entweder als veraltet, nicht überzeugend oder umständlich einschätzen, dass die Rechtsphilosophie am besten aus sich selbst heraus verstanden wird. Es gibt also ein scheinbares Ultimatum zwischen einer pragmatischen Auseinandersetzung mit dem Text einerseits und einer getreuen Interpretation andererseits.
In meiner Dissertation möchte ich zeigen, dass dieses Ultimatum nur scheinbar ist. Ich biete eine „schwach-systematische“ Lesart von Hegel an. Meine Lesart bekräftigt, dass Hegels metaphysische Verpflichtungen Voraussetzung für das Verständnis und die Bewertung der Argumente der Rechtsphilosophie sind. Dennoch bestreite ich die übliche, stärker systematische Behauptung, dass der Erfolg dieser Argumente vollständig von dem durchgängigen Erfolg von Hegels Wissenschaft der Logik abhängt. Ich befasse mich mit drei Aspekten der Rechtsphilosophie: der praktischen Philosophie, der politischen Philosophie und der Wirtschaftsphilosophie. In jedem dieser Bereiche zeige ich, dass nur die schwach-systematische Lesart (1) mit Hegels eigenem Verständnis der PR übereinstimmt und (2) zeigt, dass die PR auch heute noch ein prägnantes und relevantes Werk der Philosophie ist.

Ausgewählte Publikationen

Artikel

“Du Bois on Double Life: Du Boisian and Marxist Alienation,” in: Journal of Speculative Philosophy, 38:3 (2024), 336—347.