Workshop Workshops

60 Jahre Negative Dialektik: Workshop

15. Mai 2026, 10-18.30h Universität Potsdam
Haus 8, Raum 0.58

Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam,

Termin in Ihrem Kalender speichern
BEGIN:VCALENDAR
…
BEGIN:VEVENT
TRANSP:TRANSPARENT
DTEND;VALUE=DATE:20260516
UID:2929_cpkp_event
DESCRIPTION: // Universität Potsdam // Haus 8, Raum 0.58 // Am Neuen Palais 10, 14469 Potsdam,
STATUS:CONFIRMED
SEQUENCE:1
X-APPLE-TRAVEL-ADVISORY-BEHAVIOR:AUTOMATIC
SUMMARY:60 Jahre Negative Dialektik: Workshop
DTSTART;VALUE=DATE:20260515
BEGIN:VALARM
X-WR-ALARMUID:2929_cpkp_event_alarm
UID:2929_cpkp_event_alarm
TRIGGER:-PT15H
X-APPLE-DEFAULT-ALARM:TRUE
ATTACH;VALUE=URI:Chord
ACTION:AUDIO
END:VALARM
END:VEVENT
END:VCALENDAR

„Philosophisch denken ist so viel wie in Modellen denken; negative Dialektik ein Ensemble von Modellanalysen.“ So führt Theodor W. Adorno in seinem 1966 erschienenen Hauptwerk „Negative Dialektik“ ein philosophisches Programm ein, das darauf abzielt, die zwingende Gewalt des Begriffs durch das Versinken im Objekt zu überwinden. In ihrer Entfaltung durch Modelle will sich die negative Dialektik sowohl gegen ein formalistisches Denkens wenden als auch der reduktiven Vereinnahmung der Theorie durch die Praxis Widerstand leisten. In diesem Zusammenhang erfolgt auch eine Ausarbeitung der Dialektik durch die Kritik der klassischen deutschen Philosophie sowie ein zunächst paradoxer Versuch, Metaphysik durch Materialismus wiederzugewinnen. Die dichte parataktische Schreibweise macht das Lesen selbst zu einer anspruchsvollen geistigen Erfahrung, der wir in diesem Workshop gemeinsam nachgehen möchten. Nach einer einleitenden Sitzung, die dem zentralen Teil des Buches gewidmet ist, konzentrieren wir uns auf die Diskussion des dritten Teils, der aus drei Modellen besteht, die sich jeweils mit der Moralphilosophie, der Philosophie der Geschichte und der Metaphysik befassen. Das Werk ist von der Frage nach der Möglichkeit der Philosophie nach den historischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts durchzogen. Sechzig Jahre nach seiner Veröffentlichung ist es keineswegs selbstverständlich, ob wir uns auf der Höhe der darin markierten  theoretischen und praktischen Herausforderungen bewegen. Adornos Hinweis zu Kant und Hegel aufnehmend, sollten wir uns deshalb nicht fragen, was an Adorno für die Gegenwart noch bedeutsam ist, sondern was unsere Gegenwart Adorno bedeutet.

Programm

15. Mai 2026

Campus Neues Palais, Haus 8, Raum 0.58

  • 10:00-10:15 Einführung – Álvaro Arroyo
  • 10:15-11:30 Negative Dialektik. Begriff und Kategorien (S. 137-207) – Referat: Sarahlou Wagner-Lapierre (Montreal), Andrea Bianchi (Potsdam/Rom)
  • 11:30-12:00 Pause
  • 12:00-13:30 Modelle, I. Freiheit. Zur Metakritik der praktischen Vernunft (S. 211-294) – Referat: Conrad Mattli (Basel), Sarah Geißler (Berlin)
  • 13:30-15:00 Mittagspause
  • 15:00-16:30 Modelle, II. Weltgeist und Naturgeschichte. Exkurs zu Hegel (S. 295-353) – Referat: Levente Hollós (Berlin)
  • 16:30-17:00 Pause
  • 17:00-18:30 Modelle, III. Meditationen zur Metaphysik (S. 354-400) – Referat: Iain Macdonald (Montreal)
  • Moderation der Diskussionen: Álvaro Arroyo

 

Teilnehmer:innen

Álvaro Arroyo (Potsdam/Córdoba), Andrea Bianchi (Potsdam/Rom), Sarah Geißler (Berlin), Levente Hollós (Berlin), Edgar Lopez-Asselin (Montreal), Iain Macdonald (Montreal), Conrad Mattli (Basel), Leonie Stibor (Potsdam), Sarahlou Wagner-Lapierre (Montreal), Alexey Weißmüller (Potsdam), Olivier Dorais (Montreal) u.a.

Organisation

Álvaro Arroyo, arroyo2@uni-potsdam.de

Förderung

Bild

Alexander Kluge, „Erdkugel in städtischer Umgebung“, 2022.